Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12 des Gymnasiums Villa Elisabeth folgten heute im Hörsaal A-001 der Halle 14 der Technischen Hochschule Wildau einem besonderen Vortrag, der tief in die komplexe Geschichte unserer Gesellschaft eintaucht.

Am 27. Januar 2026 um 11:00 hießen wir Katrin Himmler herzlich willkommen, die in ihrem Referat die drängenden Fragen zur Anziehungskraft des Nationalsozialismus und seiner menschenverachtenden Ideologie beleuchtete.

Katrin Himmler, Politikwissenschaftlerin und Autorin, ist die Großnichte von Heinrich Himmler und beschäftigt sich seit vielen Jahren kritisch mit den Erbschaften der NS-Zeit. Ihre Arbeit fördert nicht nur das Verständnis der Vergangenheit, sondern ist auch ein Plädoyer für eine umfassende gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus.

In ihrem Buch „Die Brüder Himmler“ untersucht Katrin Himmler, wie ihre eigenen Großeltern und viele andere Deutsche hinter der Propaganda des Nationalsozialismus standen. Durch ihre persönliche Familiengeschichte lädt sie dazu ein, die Mechanismen zu verstehen, die es ermöglichten, den Schrecken der NS-Zeit nicht nur zu akzeptieren, sondern sich mit Freude daran zu identifizieren.

 

Den Zuhörern vermittelte sie heute in Ihrem Vortrag, wie in der Himmler-Familie und auch in anderen deutschen Familien nach 1945 mit der belastenden Verantwortung für die NS-Verbrechen umgegangen wurde. Welche Strategien des Schweigens und der Verharmlosung haben sich über Generationen etabliert? Welche Rolle spielt diese familiäre und gesellschaftliche Verdrängung in der heutigen Zeit, angesichts des zunehmenden Rechtsrucks in unserer Gesellschaft?

Gemeinsam wurden diese wichtigen Fragestellungen heute, am 27. Januar 2026, erörtert  und eine Raum für eine offene und ehrliche Diskussionen geschaffen.