In der Schulwoche vom 2.11.20 bis 6.11.20 wurde ein Projekt zum Thema „Ansatz, Beobachtung und Untersuchung von Laubkompost“ am Gymnasium mit den 8ten und 10ten Klassen gestartet. Langzeitbeobachtungen und -messungen kommen sonst in der Schule immer zu kurz.

Am 4. November erreichte uns die Ausschreibung eines Wettbewerbs unter dem Titel: NATURNAHE SCHULE UND GRÜNE KLASSENZIMMER und man kann sagen, unser Projekt passt genau zu diesem Thema!

Wir werden an dem Wettbewerb mit den Projekten „Ansetzen und Beobachtung eines Laubkomposts“, dem Bienenprojekt „Imkern ohne Chemie“ und dem „Betonprojekt“, das leider wegen des Corona-Lockdown nicht abgeschlossen werden konnte, teilnehmen. Der Beton liegt da, ja es ist ein energieschluckendes Produkt, aber es sollen jetzt „Abfallsammelstellen“ aus Beton für den Schulhof daraus werden.  

ZIELE Laubkompostprojekt: Herausfinden, wie eine Kompostführung den Boden bezüglich Wasserbindefähigkeit und Nährstoffversorgung, pH-Wert und Pufferkapazität verändert, welche Auswirkungen auf die Insekten- und Vogelwelt zu beobachten sind.


HERANSGEHENSWEISE:

Wichtig sind das Messen und Sichern der Ausgangswerte der gewählten Örtlichkeit:

  1. Gemessen wurde mit einer Spezialelektrode und Indikatorpapier. Die pH-Messung der Bodenproben wurden mit einer Mischung von jeweils 50 Gewichts-% Bodenprobe und 50 Gewichts-% Wasser durchgeführt. Es wurden Wertetabellen angelegt, aus denen die Mittelwerte errechnet werden können.
  2. Zusammenharken des Laubs, Aufschichten und leichtes Festtreten.
  3. Bauen von 4 Messstationen zur Temperatur- und pH-Messung in verschiedenen Tiefen des Komposts. In diesen Röhren können auch Erdproben entnommen werden.
  4. Einsenken der 4 Messstationen an verschiedenen Positionen des Komposts.

Es handelt sich um ein Langzeitprojekt, das über Monate, gegebenenfalls über Jahre messend verfolgt werden soll. Mit Hilfe der Ausgangwerte sind Änderungen dann leicht zu bestimmen. Bereits nach 3 Tagen war ein Temperaturanstieg an einer Messposition um 10,5 °C zu beobachten. Während die Temperaturen innerhalb des Komposts immer mit der Bodentemperatur des Außenbereiches und der Lufttemperatur verglichen werden sollten, reicht die kontinuierliche Messung der pH-Änderung und der Vergleich mit dem Ausgangswert.

Die Veränderung des Zustands des Laubs, ausgehend vom Ausgangszustand noch völlig intakter Blätter, kann in längeren Abständen von 3 Monaten festgehalten werden. Hierzu eignen sich Fotographien und beschreibende Darstellungen.

Auch sich einstellende Tierarten bzw. Insekten und deren Larven werden aufgenommen und beobachtet. Schon in dieser Ausgangssituation hatten sich bereits nach 2 Tagen Regenwürmer eingefunden. Den Schülern waren in alten Laubablagerungen unter Sträuchern Tipula-Larven (Wiesenschnaken) und eine Rosenkäferlarve aufgefallen, sodass wir davon ausgehen, in der Zukunft verstärkt das Ansiedeln von Insekten im Laubkompost beobachten zu können.

Es ist geplant, in einem 14-tägigen Rhythmus Werte zu messen und festzuhalten.

Bereits nach ein paar Wochen können die Pufferkapazität und Wasserbindefähigkeit der verschiedenen Rotte-Stadien und Humus gegenüber Sand gemessen werden.

Updates folgen also hier an dieser Stelle.