Wie in den vergangenen Jahren nahm das Gymnasium Villa Elisabeth auch in diesem Schuljahr am International Cosmic Day teil. In Zusammenarbeit mit dem DESY Zeuthen und dem Netzwerk Teilchenwelt konnten sich die Schüler/innen wie regelrechte Wissenschaftler fühlen.

Am 05.11.2019 wurde dem Physikkurs alles über Teilchen und ihre Nachweismöglichkeiten von Herrn Bläß erzählt. Einige Detektoren wurden bereits an diesem Tag aufgestellt und liefen über Nacht. Es waren zum einen sogenannte Szintillatorplatten, die zwar schwer auszusprechen sind, aber letztendlich nur dazu dienen, Lichtblitze zu verstärken, die durch kosmische Strahlung hervorgerufen werden. Und zum anderen die Kamiokannen, die jedoch keinen gewöhnlichen Deckel besitzen, sondern einen tiefergelegten Photomultiplier und statt Kaffee nur eine bestimmte Menge an Wasser aufnehmen können.
Am nächsten Tag ging es richtig los. Der Kurs erhielt Besuch von zwei Mitarbeitern vom DESY Zeuthen, Ilse Plaisier und Christoph Welling, und wurde nochmals genauer über die einzelnen Teilchen und die anstehenden Versuche informiert. Anschließend wurden wir in Gruppen für die jeweiligen Experimente aufgeteilt und begannen mit dem Kalibrieren der Detektoren. Wir erfassten u.a. Werte für die Einschlagrichtung von Myonen, das sind Elementarteilchen, die durch Beschuss kosmischer Strahlung in der Atmosphäre entstehen. Nachdem dieser Teil erledigt wurde, mussten ein paar Gruppen Sport treiben, denn nun war es erforderlich, im Keller oder auch auf dem Dach zu messen. Die Aufgabenstellung war, die Winkel der Platten oder der Kamiokannen zu verändern, um zu messen aus welcher Richtung die Myonen überwiegend kommen.
Um 13.30 hörten wir noch einen Vortrag über den ICE-CUBE-Detektor und dessen Funktionsweise sowie über eine geplante Messstation, ebenfalls für Neutrinos wie ICE-Cube, die jedoch Radiowellen anstelle von Lichtwellen detektieren soll. Dies war übrigens das Forschungsprojekt der beiden DESY-Mitarbeiter.
Von 16.00 Uhr bis 16.40 Uhr nahmen wir zusammen mit fünf weiteren Gruppen, u.a. aus Italien, Spanien, England und den USA, an einer Videokonferenz teil. Insgesamt gab es noch 10 weitere Konferenzen im Laufe des Tages, alles koordiniert vom DESY Zeuthen. Aus der Villa-Elisabeth-Gruppe präsentierte Annika Hoffmann unsere Ergebnisse. Da es sich bei dem Cosmic Day um ein internationales Ereignis handelt, fand die Konferenz natürlich auf Englisch statt.
Insgesamt hat es uns allen gefallen – viele wollen sogar am kommenden Donnerstag noch ihre Ergebnisse verfeinern!

Galina O. und Johanna S.