DNA-Detektive und leuchtende Bakterien

Am 26.11.2019 hatten wir im Rahmen des Biologie-Unterrichts eine Exkursion zum Gläsernen Labor in Berlin-Buch. Dort wurden wir von einer Dozentin, als auch unseren Fachlehrern unterstützt, die mit uns interessante Experimente zur Gentechnik durchführten.

Bei dem ersten Experiment ging es darum, den Täter eines fiktiven Verbrechens zu identifizieren. Dazu hatten wir 3 DNA-Proben der Tatverdächtigen und eine DNA-Probe vom Tatort. Wir pipettierten hierzu die Proben in Kammern eines Gels, welche an ein elektrisches Feld angeschlossen waren. Da die DNA negativ geladen ist, wanderten die jeweiligen Proben in Richtung Pluspol. Durch das Gel werden größere Moleküle in ihrer Bewegung gehemmt, wodurch die Moleküle voneinander getrennt werden können. Diese Methode zur Trennung der Moleküle wird als Gelelektrophorese bezeichnet. Das Gel wurde nun auf einen UV-Lichtkasten gelegt, wodurch die unterschiedlichen Bandenmuster der DNA-Proben sichtbar gemacht wurden und der Täter durch deren Vergleich mit dem Bandenmuster der Tatort-DNA ausfindig gemacht werden konnte.

In unserem zweiten Experiment ging es um die Biolumineszenz, die Fähigkeit eines Lebewesens Licht zu erzeugen. Unsere Aufgabe bestand darin, diese Eigenschaft auf eine Bakterienkolonie (Escherichia coli, auch E. coli) zu übertragen. Dazu mussten wir das sogenannte Protein GFP (grün fluoreszierendes Protein) in diese einsetzen. Um Zellwände für dieses Gen aufnahmefähig zu machen, wurden die Bakterien in einen Hitzeblock gestellt und dementsprechend danach in ein Eisbad überführt, sodass sich die Zellwände wieder schließen konnten. Um das GFP zu übertragen, war ein Plasmid mit dem Namen „pGLO“ notwendig. Insgesamt hatten wir 4 „Kombinationen“ um zu sehen, unter welchen Umständen die Bakterien leuchten können. Nur in einer Agrarplatte leuchtete die Bakterienkolonie schließlich. Diese Kombination setzte sich aus den Bakterien, dem Plasmid, dem Antibiotikum Ampicillin und dem Zucker Arabinose zusammen. In den anderen Agrarplatten fehlten jeweils einzelne dieser Elemente.

Auch wenn der Weg bis zum Gläsernen Labor weit war, hat er sich dennoch für uns gelohnt und es war schön, die so lange besprochene Theorie in der Praxis umsetzen zu können.
Luise T., 12b