Am 4. Mai gab sich im Eventcenter Königs Wusterhausen der weltweit gefragte Tatortspezialist Dr. Mark Benecke die Ehre, eine seiner begehrten Vorlesungen zu halten. Ein knappes Dutzend Schülerinnen und Schüler der Literatur-AG unserer Villa, sowie auch einige Elternteile hatten nun schon zum zweiten Male die Gelegenheit, dabei zu sein. In der bereits seit über einem halben Jahr ausverkauften Veranstaltung referierte Benecke auf seine unterhaltsame und bekannt skurrile Weise über die psychologischen Abgründe von Serientätern.  Er beließ es aber nicht nur bei fundierten naturwissenschaftlichen Fakten, sondern lockerte diese durch spannende Fallbeispiele aus über 100 Jahren Kriminalgeschichte und mit unzähligen Anekdoten auf. So kam im voll besetzten Saal nie Langeweile auf und wir merkten kaum, wie die Zeit verging.

Auch dass die Präsentation am Ende sogar fast 90 Minuten länger dauerte als geplant, störte nicht.  Im Gegenteil: Es zeugte vom Spaß Beneckes an der Sache. Jederzeit war es uns Teilnehmern erlaubt, Zwischenfragen zu stellen oder Anmerkungen zu machen, auf die er allesamt mit Geduld und Humor reagierte.  Mitunter verteilte der Wissenschaftler sogar kleine Preise für lustige Einwände. Das ist ja eher ungewöhnlich für Veranstaltungen in solch einem Rahmen. Jedenfalls verließen wir den Ort am Ende sehr viel klüger als wir ihn betreten hatten.  Über allem schwebte die Erkenntnis, dass die Tiefe der  Seele des Menschen wohl für immer unergründlich bleiben wird.

P.H. (Klasse 12c)

 

 

(Bilder mit freundlicher persönlicher Genehmigung von Dr. Mark Benecke)