Für die Schülerinnen und Schüler der 7. und 9. Klasse sollte der diesjährige Lesetag am 15.11.2018 zu einem ganz besonderen Ereignis werden.

Zum ersten Mal durften sie den bekannten Krimibuchautor Peter Wolfgang Klose in der Schule begrüßen. Gemeinsam mit Frau Howorka und Frau Dr. Frenzel verbrachten sie mit ihm spannende Stunden, die wie im Flug vergingen. Der Tag wurde mit einem gemeinsamen Frühstück gemütlich eingeläutet, bei dem Herr Klose interessante und lustige Geschichten aus seinem Leben erzählte. Im Anschluss las er aus seinem Jugendkrimi “Kommissar Stein und die sieben Steine” vor und präsentierte außerdem eine Auswahl seiner Gedichte und Kurzgeschichten. Man hätte eine Nadel auf den Boden fallen hören können, so leise war es. Alle hörten gespannt zu.

Natürlich waren auch die Schülerinnen und Schüler sehr kreativ und fleißig. In mehreren Workshops probierten sie sich unter anderem selbst als Nachwuchs-Autorinnen und -Autoren aus und schrieben zusammen mit Herrn Klose eine Kurzgeschichte zum Thema: “Eine Leiche macht noch keinen Friedhof”. Die Resultate der talentierten Jungschriftellerinnen und -schriftsteller konnten sich sehen lassen.

Nach einem gemeinsamen Rätselspiel gab es abschließend die Möglichkeit, Herrn Klose sämtliche Fragen zu stellen, die noch unter den Nägeln brannten:

Wieviel verdient ein Autor mit einem Buch? Wo kommen die Ideen für die Geschichten her? Wie lange schreibt man eigentlich an einem Buch?

Es war ein rundum gelungener Lesetag.

Wir bedanken uns herzlich bei Peter Wolfgang Klose für seine Zeit und die überaus interessanten, lustigen und spannenden Stunden.

 

Die 10. Klasse verbrachte einen inspirierenden Lese- und Erlebnistag mit Henry David Thoreaus “Walden oder Leben in den Wäldern”, dem amerikanischen Klassiker naturverbundenen Lebens.

 

„Oh ja, ich will nicht umsonst gelebt haben wie die meisten Menschen. Ich will den Menschen, die um mich herum leben und mich doch nicht kennen, Freude und Nutzen bringen. Ich will fortleben, auch nach meinem Tod.“ – „Tagebuch der Anne Frank“, 5. April 1944

Die Geschichte von Anne Frank ist nur eine, welche die Achtklässler an ihrem Lesetag vorstellten. Auch aus „Muscha“ (A. Tuckermann), „Der Pfad“ (R. Bertram) oder „Der Junge auf der Holzkiste“ (L. Leyson) und weiteren Büchern lasen die Schüler vor. Alles stand unter dem Titel „Geschichten über die Kriegszeit“. Mit viel Begeisterung und angemessenem Respekt setzten sie sich sowohl mit historischen Hintergründen des Zweiten Weltkriegs auseinander, als auch mit den Erzählungen von Einzelschicksalen. Im Anschluss erfolgte eine Diskussion über Alltagsrassismus, welche von einer Begriffsdefinition bis hin zu konkret zu bewertenden Situationen reichte.

Wenngleich sich der Tag sehr kurzweilig gestaltete, bleiben viele bewegende Gedanken haften.

Anne Franks Geschichte soll fortleben, um aufzuklären und Wiederholungen zu verhindern.