Was ist dieses 34C3? –

34C3 steht für den 34. Chaos Communication Congress. Dieser ist ein mehrtägiges, in Deutschland stattfindendes Treffen der internationalen Hackerszene, das vom Chaos Computer Club (CCC) ausgerichtet und organisiert wird.

Wenn man das erste Mal von dieser Veranstaltung hört, kann man sich kaum vorstellen was diese Beschreibung bedeutet? Also was passiert da wirklich?

Also fangen wir mal an: Das jährliche Treffen findet traditionsgemäß immer zwischen Weihnachten und Neujahr statt. In diesem Zeitraum pilgern fast aus jeder Ecke unserer schönen Erde begeisterte Teilnehmer zum Veranstaltungsort, um dort ihre Projekte und Erfahrungen zu teilen.

Man darf sich diese Veranstaltung aber nicht wie eine Messe oder eine Tagung vorstellen, sondern eher so, als wäre man in einer parallelen Welt. Betritt man die Hallen, so bleibt die Zeit stehen und man wird Teil eines größeren Ganzen. Der Congress läuft die vollen fünf Tage rund um die Uhr, das heißt es gibt keine Schließzeiten. Jedem Teilnehmer ist es dabei selbst überlassen, wie er seine Zeit verbringen möchte. Zum Beispiel kann man seine eigenen Projekte präsentieren, mit Freunden Zeit verbringen, Kontakte knüpfen, kuriose Sachen sehen, die gefühlten 10.000 Zettel lesen (werden während der Veranstaltung von den Teilnehmern ausgehangen werden), Party machen, über Datensicherheit nachdenken, interessante Vorträge besuchen, sich aktiv als Helfer so genannter Engel beteiligen oder die vermutlich beste digitale Infrastruktur des Landes nutzen.

Wie es sich für ein Hackertreffen gehört, ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt und dabei meine ich nicht das Essen. Es gibt überall Zugang zum Internet über WLAN, LAN oder Glasfaser. Dabei ist das Netzwerk so geroutet, dass es nicht über einen Provider läuft und deshalb sehr schnelle Datenraten sowie eigene IPv4 Adressen für jedes Endgerät hergibt. Somit können alle Geräte die auf dem Congress „online“ gebracht werden, von jeden anderen Computer auf der Welt gefunden und angesprochen werden. Wer aber denkt, dies sei schon alles, es gibt auch eine eigene DECT- und GSM-Abdeckung. Dies bedeutet, dass jeder Teilnehmer die Möglichkeit besitzt, sich seine Congress-Telefonnummer zu registrieren und diese dann über sein mitgebrachtes Haustelefon oder Handy (kongresseigene Simkarte erforderlich) zu nutzen. Da Datenschutz auf dieser Veranstaltung sehr groß geschrieben wird, werden viele Vorkehrungen getroffen, sodass der Standort des eigenen Handys dann schon mal im Ozean angezeigt werden kann. Auch das Anfertigen von Bild und Tonmaterial ist nur mit Genehmigung erlaubt. (Deswegen gibt es so wenige Bilder)

Aber der Congress ist so viel mehr als nur mit Freunden Programmieren, vielmehr findet man hier eine auf längere Zeit gewachsene Nerd-Kultur vor. So gruppieren sich die Experten zu Interessengruppen auf ihren jeweiligen Gebieten und stellen diese zur Schau. Man darf sich nicht wundern, wenn man von einem fahrenden Sofa verfolgt wird oder spontan eine Party auf den Unisex Toiletten stattfindet. Läuft man durch die Hallen entdeckt man so einiges.

Leider kann man diese vielen Impressionen nicht einfach in Worte fassen und deshalb besucht ihr diese Veranstaltung am besten einfach das nächste mal selbst. Die Tickets werden meist im Herbst verkauft.

Teilnehmer von Jugend Hackt erhalten sie ebenfalls zum vergünstigten Sonderpreis.

Die Informatik-AG ist eine sichere Vorbereitung sich diese Themen erschließen und landesweite Veranstaltungen, Wettbewerbe und die interessante Welt der Informatik kennen zu lernen.

In diesem Sinne – Tu wat

Roman Kobosil


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