Klassenfahrt der 9. Klasse des Gymnasiums Villa Elisabeth

In den frühen Morgenstunden war es endlich soweit. Wir warteten mit Koffern bepackt und einem Lächeln im Gesicht auf die Abfahrt nach Dresden. Die viertägige Fahrt, vom 06.06.2017 bis zum 09.06.2017, sollte eine nicht ganz normale Klassenfahrt werden. Denn wir verbrachten unsere Nächte nicht in einer Jugendherberge, sondern im Ibis budget Hotel mitten in der Stadt. Doch bevor es losging, bekamen wir eine Ansage. Man könnte vermuten, dass diese von unseren Lehrern Frau Schmors und Herrn Bläß verkündet wurde, aber die Mitteilung, dass wir nichts essen, trinken oder laut Musik hören dürfen, kam von unserem lieben Busfahrer. Damit machte er sich nicht gerade Freunde. Mit etwas Verspätung hatten wir es endlich geschafft und konnten unsere Zimmer besichtigen. Allerdings blieb uns nicht viel Zeit, da wir zu einem Stadtrundgang verabredet waren. Die zweistündige Wanderung durch die Innenstadt, begleitet von historischen Geschichten, zeigte uns schöne Orte von Dresden. Auf dem Theaterplatz, wo wir die Semperoper und die katholische Kirche begutachten konnten, wurden wir von Klaviermusik begleitet. Eine Frau spielte auf ihrem selbstfahrenden, weißen Flügel Lieder von Adele und anderen Künstlern. Nach dem Stadtrundgang hatten wir etwas Freizeit und gegen 18:30 Uhr trafen wir uns gemeinsam beim Abendbrot. So wie jeden darauf folgenden Tag konnten wir uns noch bis 21:00 Uhr draußen in der Stadt frei bewegen.

Der Mittwoch begann mit unserem lieben Freund, dem Wecker. Um 8:00 Uhr trafen wir uns alle zum Frühstück. Dieser Tag sollte ein anstrengender Tag werden. Wir starteten mit der Frauenkirche, „die man gesehen haben muss“. Sie ist ein sehr beeindruckendes Bauwerk. Damit wir noch mehr über ihre Geschichte erfahren konnten, schauten wir einen 25-minütigen Film über ihren Wiederaufbau. Danach bewunderten wir den Altar der Kirche und konnten einmal einen Blick von der Kuppel aus über ganz Dresden werfen. Von dort aus sahen wir unser nächstes Ziel, die Gläserne Manufaktur von VW. In zwei Gruppen aufgeteilt, wurden wir durch die ruhige und sehr strukturierte Manufaktur geführt. Mit ihrem sehr modernen und verglasten Auftreten blieb sie vielen von uns im Gedächtnis hängen und war auch für den Einen oder Anderen das Highlight der Klassenfahrt. Zuletzt haben wir an diesem Tag das Hygiene Museum besucht. Wir lernten Dinge über unseren Körper, was passiert, wenn man alt wir, redeten über die zukünftige Ernährung und konnten in die Sonderausstellung „Sprache“. Ein sehr anstrengender aber auch gelungener Tag.

 

 

Der Donnerstag begann genauso wie sein Vorgänger. Um 8:00 Uhr war Frühstück und dann hieß es: „Wanderschuhe anziehen!“ Denn es ging ins Elbsandsteingebirge. Mit der Regio, die dort als S-Bahn bezeichnet wird, sind wir nach Rathen gefahren, um dort auf unsere Wanderbegleitung zu treffen, eine junge Dame mit Hund. Das Wandern sollte natürlich nicht langweilig werden, weshalb wir GPS-Geräte und Koordinaten bekamen. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf und je drei bekamen eine Einweisung zur Bedienung des Gerätes. Dann ging es auch schon los. Unsere Aufgabe war es, kleine Kapseln mit den nächsten Koordinaten zu finden. Ab und zu gab es dazu ein Rätsel und zwischendurch auch Spiele, in denen wir alle zusammen als Team arbeiten mussten. Manchmal hat es funktioniert, manchmal nicht. Kurz vor unserer Rast fanden wir nun endlich einen echten Geocachingpunkt, bei dem wir uns eintrugen. Am Ende des Tages sind wir ca. fünf bis sechs Stunden gewandert und hatten eine unglaubliche Aussicht. Außerdem trug das schöne Wetter auch zur guten Stimmung bei. Nach dem Abendbrot lud uns Herr Bläß zu einem Eis ein. Allerdings fehlten drei Personen. Warum? Zwei von ihnen steckten im Fahrstuhl fest und einer hat ihnen geholfen dort wieder raus zu kommen. Ein amüsanter Abend und einem ziemlich lustigen Anblick. Am Freitag ging es dann auch schon wieder nach Hause.

Zusammenfassend war unsere Fahrt eine anstrengende aber dennoch fröhliche, informative und gelungene Reise. Bei solchen Fahrten lernt man auch mal die andere Seite der Lehrer kennen, was uns zeigt, dass es manchmal ziemlich lustig und entspannend werden kann.

Aenna Wendlandt