Das 500-jährige Jubiläum der Reformation geht auch an uns nicht spurlos vorbei.

Nachdem sich die Schüler der Klassenstufe 7 bereits im Geschichtsunterricht mit der Persönlichkeit Luthers und mit seinem Wirken auseinandergesetzt hatten, besuchten sie am 31.05.17 die Ausstellung „Luthereffekt“ im Martin-Gropius-Bau.

Hier konnten sie sich, nach einer kurzen Einführung durch die betreuenden Museumspädagogen, selbstständig in kleinen Gruppen auf die Spuren begeben, die die Reformatoren in den verschiedenen Teilen der Welt hinterlassen haben. An konkreten Ausstellungsobjekten erfuhren sie z. B. etwas über die Besonderheiten des protestantischen Gottesdienstes in Lyon, die Präsentation von Kirchenliedern in Tansania, den Beitrag zur Missionierung seitens amerikanischer Sklaven oder über die schlichte Art der Amischen zu leben und sich zu kleiden.

Aber auch das wurde deutlich: Nicht immer erfolgte der Beitritt zu einer der protestantischen Konfessionen freiwillig und nicht immer war es einfach, den strengen religiösen Vorgaben im Alltag zu folgen. So beruht der große Anteil protestantischer Gläubiger in Afrika und Nordamerika auch auf Kolonialisierung, Unterdrückung und Sklaverei. In Schweden wurden die meisten Zeremonialtrommeln der Sami im Zuge der Missionierung zerstört und wenn Vertreter der schwedischen Gemeinden gegen religiöse Grundsätze verstießen, mussten sie auf die Schandbank oder an den Schandpfahl und wurden so öffentlich gedemütigt.

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