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Zum Abschluss unseres „Literarischen Schuljahres“ veranstaltete unsere Literatur-AG am Donnerstag den zweiten Leseabend der Saison. Er stand diesmal ganz im Zeichen der sogenannten „Wirtschaftswunderzeit“, dem Deutschland der 50er Jahre und seines damals äußerst populären Dichters, Unterhaltungskünstlers und Schauspielers Heinz Erhardt. 22 Schüler und Schülerinnen der Klassenstufen 8 bis 11 sorgten für einen gut gefüllten Veranstaltungsraum, in dem keine Langeweile aufkam.

leseab1Schwerpunkt des Abends waren die humorvollen Gedichte von Heinz Erhardt, wobei seine Parodien auf uns allen bekannte Werke, wie dem „Erlkönig“ von Goethe oder dem „Taucher“ oder „Wilhelm Tell“ von Schiller den größten Applaus erhielten. Um uns in das Lebensgefühl des deutschen Volkes zur damaligen Zeit hineinzuversetzen, wurden diese Rezitationen durch Kurzvorträge und Multimedia-Präsentationen zu geschichtlichen und kulturellen Hintergründen aufgelockert und eingerahmt.
Man erfuhr Wissenswertes zum Begriff „Wirtschaftswunder“, zu den Idealen und Idolen der Deutschen in der Nachkriegszeit und dem folgenden Jahrzehnt.
Uns wurde nahegebracht, mit welchen Alltagsproblemen eine deutsche Familie zur damaligen Zeit zu kämpfen hatte, wer die Plattenmillionäre Freddy Quinn, Caterina Valente und Peter Kraus waren, wieso in fast allen deutschen Schlagern Schiffe, Meere, Heimkehrer oder ferne Länder besungen wurden, wieso es am Gardasee in Italien von „Käfern“ wimmelte und nicht zuletzt, dass zwischen Heinz Erhardt und Ludwig Erhard ein gewaltiger Unterschied besteht. Ebenso haben wir einen kurzen Blick auf Erhardts Filmkarriere geworfen. In den Pausen haben wir fleißig in teilweise über 60 Jahre alten Originalzeitschriften der damaligen Zeit gelesen, wobei die darin befindlichen Werbeanzeigen den größten Eindruck machten.
Den letzten Teil des Abends ließen wir dann unter freiem Himmel am Grill ausklingen. Für die erneut spendierte Verpflegung der Teilnehmer des gelungenen Abends bedanken wir uns herzlichst beim Förderverein unseres Gymnasiums.

Franziska S. und Kassandra O. (10b)