16. Februar 2012

Kabale und Liebe

Kabale und Liebe

Schillers „Kabale und Liebe“ am Gymnasium Villa Elisabeth

Die Schülerinnen und Schüler des Theaterkurses vom Gymnasium Villa Elisabeth führten am Donnerstag, dem 16. Februar 2012, im Theatersaal des Seniorenheims Wildau Schillers Klassiker auf und wurden mit begeistertem Beifall für ihre Leistung gefeiert.

Die jungen Schauspieler haben schon sehr viel Erfahrung und Sicherheit bei der Inszenierung von Theaterstücken gewonnen. So wurden in den letzten beiden Schuljahren Goethes „Faust“ und Shakespeares „Romeo und Julia“ mit großem Erfolg aufgeführt. Daher war klar, dass man auch in diesem Jahr wieder auf die Theaterbühne zurückkehrte. Aber wie kam man auf Schiller?

Direkt nach der letzten Premiere waren mehrere der jungen Schauspieler so euphorisch, dass sie gleich Pläne für ein weiteres Stück machten und schlugen vor, ein Werk Schillers auf die Bühne zu bringen. Im Gespräch waren „Die Räuber“ sowie „Kabale und Liebe“. Letzteres wählte die verantwortliche Lehrerin aus, weil in dem Stück mehr weibliche Rollen zu besetzen sind. Seit Ende Oktober 2011 probten die 17 Schülerinnen und Schüler etwa zwei Stunden pro Woche. Ab Januar arbeiteten sie noch intensiver an zehn Vormittagen an dem Stück. Kostüme und Requisiten steuerten die Schüler und einige Lehrer bei. Die für die Aufführung notwendigen Schwerter hatten sie noch von der „Faust“-Aufführung in ihrem Fundus. In diesem Jahr war die Inszenierung jedoch bewusst so angelegt, dass so wenig Kostüme und Requisiten wie möglich Verwendung finden sollten.

Obwohl der Originaltext Friedrich Schillers stark gekürzt wurde, dauerte die Aufführung immer noch rund zwei Stunden. „Einige Schülerinnen und Schüler konnten sich nur schwer von bestimmten Textstellen trennen und haben um jede Streichung gefeilscht“, verriet Susanne Schmors, die den Theaterkurs zusammen mit Marietheres Marchand leitet. Teilweise seien der Text behutsam modernisiert und die Regieanweisungen Schillers in heute vorstellbare Handlungen übertragen worden.

Direkt nach der Premiere konnten die jungen Schauspieler ihre ersten Eindrücke nur schwer in Worte fassen. „Völlig genial, total aufgeregt und angespannt, kurzum: der Hammer – wie jedes Jahr“ bis zu „Spaß und Spannung bis zum Schluss“. Jegliche Nervosität hatte sich spätestens jetzt in Erleichterung verwandelt. Eine Frage blieb an diesem Abend jedoch noch unbeantwortet: Welches Stück werden die Schülerinnen und Schüler im nächsten Schuljahr in Szene setzen?